Was ist ein User-Agent
User-Agent-Leitfaden
Wenn ein Webbrowser oder eine App eine Anfrage an den Server sendet, hinterlegt er im HTTP-Header Informationen darüber, um welches Programm es sich handelt. Das ist der User-Agent(UA)-Header. Der Server nutzt diesen Wert, um abzuschätzen, welcher Browser, welches Betriebssystem und welches Gerät die Anfrage gesendet hat.
Wofür wird er verwendet
Der User-Agent wird für verschiedene Zwecke eingesetzt. Typischerweise sind das die folgenden.
- Responsive Verzweigung, die für Mobil bzw. Desktop das passende Layout ausliefert
- Kompatibilitätsbehandlung, die Fehler bestimmter Browser umgeht
- Anwendung von Crawling-Richtlinien durch Erkennung von Suchmaschinen-Bots
- Auswertung der Browser-Anteile in Zugriffsstatistiken und Analysen
Warum ist das Format so kompliziert
Heute beginnen die meisten UAs mit Mozilla/5.0. Das ist das Ergebnis einer Gewohnheit aus dem Browser-Wettbewerb der 1990er Jahre, bei der man Namen imitierte, um so zu wirken, als unterstütze man die Funktionen des jeweils anderen. Deshalb muss der eigentliche Browsername an Tokens wie Chrome/, Firefox/ oder Safari/ weiter hinten in der Zeichenkette abgelesen werden.
Der User-Agent ist ein Wert, den der Client selbst meldet, und lässt sich daher jederzeit ändern. Er darf deshalb nicht als alleinige Grundlage für Sicherheitsentscheidungen dienen.
Zusammenfassung
Der User-Agent ist die Selbstvorstellung des Clients. Behalten Sie im Hinterkopf, dass er zwar praktisch, aber keine vertrauenswürdige Information ist, und nutzen Sie ihn am besten nur als Anhaltspunkt.